Hauptversammlung 2019

Der Vorstand der Gadernheimer Feuerwehr mit Bürgermeister Andreas Heun (Dritter von links) und Gemeindebrandinspektor Bernd Röder (links daneben).

 

Gadernheimer Brandschützer waren im vergangenen Jahr wieder oft gefordert

Feuerwehrleute als Schlangenbändiger

Bei der Hauptversammlung der Gadernheimer Feuerwehr begrüßte Vorsitzender Peter Bormuth die Mitglieder und Gäste. Bormuth legte außerdem den Bericht zur Arbeit des Vereins vor. Dieser bestand Ende 2018 aus 421 Mitgliedern, davon waren 94 Aktive.

Der Verein habe einige technische Geräte angeschafft – eine Rettungsplattform, ein Rettungsbrett und Schlauchpakete – und verstärkt Geld für die Ausbildung der Jugend in die Hand genommen, berichtete Bormuth weiter. Höhepunkte des Jahres seien der Kameradschaftsabend, das Grillfest, die Winterwanderung, der Tagesausflug und der Kerwezug gewesen.

Erstmals erarbeitete die Wehr einen Investitionsplan, und man passte den Internet-Auftritt an. Auch mit der Datenschutzgrundverordnung der EU musste sich der Vorstand beschäftigen. Einen Erfolg nannte Peter Bormuth das Feuerwehrfest im Mai. Am 6. Dezember freuten sich die Kinder über den Nikolaus, der mit Blaulicht ans Gerätehaus kam.

Der Bericht des Wehrführers Peter Degenhardt wurde von Jürgen Bersch verlesen. Es gab 30 Ausbildungseinheiten, eine Ausbildung war auf der Atemschutz-Übungsstrecke in Bürstadt. Der Ausbildungsstand sei gut, stellte Degenhardt fest.

34 Einsatzkräfte besuchten über 200 Lehrgänge – eine enorme Leistung, wie Bürgermeister Andreas Heun lobte. Unter den 18 Einsätzen des vergangenen Jahres waren ein Pkw-Brand und Türöffnungen. Umgestürzte Bäume mussten beseitigt und eine Schlange eingefangen werden.

Brandsicherungsdienst betrafen den Kerwezug, die Vorstellung des Kikeriki-Theaters in Elmshausen, die Nibelungenring-Rally und das Laternenfest des Kindergartens. In Schule und Kindergarten wurde Brandschutzerziehung angeboten.

Nicht viel Neues gab es zum geplanten neuen Gerätehaus zu hören. Es könnte im Gewebegebiet einen Platz finden, derzeit läuft ein Verfahren zur Aktualisierung des Bebauungsplans.

Markus Massoth erhielt eine Anerkennungsprämie des Landes Hessen für zehn Jahre Dienst in der Feuerwehr. Geschenke gab es für die Brandschützer, die 2018 am fleißigsten an Übungen und Unterrichten teilgenommen hatten.

Positiv fiel auch der Bericht von Kurt Meckel sen. Zur Jugendfeuerwehr aus. Insgesamt 1176 Stunden Jugendarbeit seien geleistet worden. Unter anderem wurde in Imagefilm für alle Lautertale Jugendfeuerwehren erstellt. Es gab einen Berufsfeuerwehrtag, eine Rettungsübung im Felsenmeer und einen Besuch bei der Werkfeuerwehr der Firma Merck in Darmstadt.

Die Löschzwerge trafen sich 19 Mal. Osterbasteln, Feuerwehrfest und Kinderfeuerwehr-Olympiade waren nur drei Termine im vergangenen Jahr. Dazu kamen eine Übernachtung im Feuerwehrhaus, ein Ausflug und die Weihnachtsfeier, wie aus dem Bericht von Heike Eckstein und Silke Röhm hervorging.

Kürzer, aber nicht minder positiv war der Bericht von Rechner Markus Massoth. Mit großer Mehrheit beschloss die Hauptversammlung eine Änderung bei den Mitgliedsbeiträgen: Aktive zahlen künftig zehn Euro im Jahr, alle anderen Mitglieder 20 Euro.

Bürgermeister Heun dankte der Feuerwehr für deren großartigen Einsatz für die Allgemeinheit. Diesem Dank schloss sich auch Gemeindebrandinspektor Bernd Röder an.

Personell sei man gut aufgestellt, so Heun, doch bei einer Feuerwehr sei keiner zu viel. Für viele Bürger sei die Feuerwehr selbstverständlich geworden, doch dahinter müssen Leute stehen, die sich für andere einsetzten. Deshalb sei es enorm wichtig, Jüngere zum Mitmachen zu begeistern, selbst wenn die Jugend momentan in Gadernheim gut aufgestellt sei.

(Quelle BA)

 



Zurück